GewinneDeineZeit

Vom Genie­ßen, klei­nen Glück und einer guten Zeiterziehung

Zeit für mich

Wer nicht genie­ßen kann, ver­passt das Leben. Das Leben besteht natür­lich auch aus Arbeit und anstren­gen­den Pha­sen, aber man darf die­sen Momen­ten nie­mals zu viel emo­tio­na­len Platz ein­räu­men. Stress ken­nen wir alle, er ist lei­der unver­meid­bar. Doch wie wir mit ihm umge­hen, steht uns frei – eben­so wie wir mit den Augen­blicken umge­hen, die für uns eine Quel­le der Ruhe, Zufrie­den­heit und des Genus­ses sein können.

Damit mei­ne ich nicht über­bor­den­de Fei­ern und „Exzes­se“ der beson­de­ren Art, die im Leben durch­aus auch ihren Platz haben dür­fen. Nein, hier geht es mir um die klei­nen Momen­te, die das Leben mit Freu­de anrei­chern und es ein­fach lebens­wer­ter machen. Ver­giss nicht, dass man auch ganz all­täg­li­che Momen­te genie­ßen kann! Auch sol­che Momen­te kön­nen unver­gleich­lich sein.

Ich z.B. sit­ze regel­mä­ßig am frü­hen Mor­gen bei mir in der Küche, trin­ke acht­sam, d.h. bewusst auf sei­nen Geschmack ach­tend und ihn nicht ein­fach run­ter­kip­pend, mei­nen Kaf­fee und schaue aus dem Fen­ster. Und manch­mal spielt sich dann vor mei­nen Augen ein wun­der­schö­nes Natur­schau­spiel ab: Ich woh­ne rela­tiv weit oben in einem höhe­ren Stock­werk und vor allem im Herbst bil­det sich eine Nebel­decke über der Stadt. Sie brei­tet sich wie ein ver­wa­sche­nes wei­ßes Tisch­tuch über den Häu­sern aus und nimmt vie­len die Sicht in die Ferne.

Nicht sel­ten sit­ze ich dann in mei­ner Küche ober­halb des Nebels und erle­be einen maje­stä­ti­schen Son­nen­auf­gang, wenn die glut­ro­te Son­nen­schei­be lang­sam im Osten den Hori­zont über­win­det, den Him­mel lang­sam erhellt und einen neu­en Tag ankün­digt. Die­se Augen­blicke sind unbe­zahl­bar und geben mir Kraft und Ruhe für den Tag, der vor mir steht. Es ist ein sol­cher Moment des klei­nen Glücks, der aber so wert­voll ist.

Das ken­ne ich doch, ist nichts Neu­es für mich 

„Einen Son­nen­auf­gang ken­ne ich doch, ist nichts Neu­es für mich!“ denkst du viel­leicht? Das mag schon sein, aber bloß, weil ihr eine Sache schon kennt, ver­liert sie doch nicht unbe­dingt an Reiz! Oder isst du nie mehr Piz­za, bloß weil du weißt, dass sie gut schmeckt und du sie schon mal geges­sen hast? Du kannst die Piz­za ger­ne auch erset­zen durch Hum­mer, einen Cock­tail, Sex, … oder was auch immer dir gefällt. Du siehst, wor­auf ich hinauswill?

Wenn man das Glück im Leben meh­ren will, soll­te man wie­der ler­nen, die klei­nen Din­ge des Lebens zu genie­ßen und sich an ihnen zu erfreu­en. Wir soll­ten das Kind in uns wie­der ein biss­chen frei­schau­feln, denn bei vie­len von uns ist es sehr ver­schüt­tet wor­den durch All­tag, Erzie­hung und Abstumpfung.

Das Zeit­al­ter der per­ma­nen­ten Beschleunigung

Vor allem wir moder­ne Men­schen leben in einem Zeit­al­ter der per­ma­nen­ten Beschleu­ni­gung. Dabei jagen vie­le so sehr dem Genuss nach, dass sie an ihm ein­fach vor­bei­lau­fen. Wenn wir uns zu schnell von A nach B bewe­gen, wenn wir het­zen und uns kei­ne Zeit neh­men, sich auch mal umzu­schau­en, bleibt so Vie­les links und rechts des Weges lie­gen. Ent­schleu­ni­ge dein Leben, zumin­dest ein biss­chen. Dann wirst du vie­le klei­ne Momen­te des Glücks und der Zufrie­den­heit erle­ben. Genie­ße auch die klei­nen Din­ge des Lebens bewusst, indem du auf­merk­sam mit allen Sin­nen dabei bist, sei es bei einem Son­nen­auf­gang, einer Tas­se Kaf­fee oder irgend­et­was anderem…

Star­te stark in den Tag. Freue dich, du hast sicher auch Zeit für die klei­nen Momen­te, erken­ne das und gewin­ne mehr Zeit für dich. Genie­ße die Zeit, genie­ße sie vor allem off­line. In die­sem Sin­ne wün­sche ich dir jeden Tag einen schö­nen Tag.

Was hast du heu­te bewusst schon genossen??

Kin­der beobachten

Hast du schon mal Kin­der beob­ach­tet, wenn sie etwas für sich Span­nen­des ent­decken bzw. erle­ben. Sie wir­ken dann wie in eine ande­re Welt ver­sun­ken. Ja, Kin­der besit­zen meist noch die Fähig­keit, den Augen­blick inten­siv zu erle­ben und zu genie­ßen. Sie las­sen sich nicht so schnell ablen­ken wie die Erwachsenen.

Den­ke dich mal in dei­ne eige­nen Kind­heit zurück und erin­ne­re dich, was dich so fas­zi­niert hat und wie du dar­auf reagiert hast.

Hol das Kind wie­der aus dir raus – zumin­dest manch­mal und ler­ne, dich wie­der an den klei­nen Din­gen zu erfreu­en. Gehe mit offe­nen Augen, Ohren und Nase durch die Welt und ich garan­tie­re dir, dass du so manch Über­ra­schen­des sehen und erle­ben wirst. Dein All­tag wird bun­ter und schö­ner wer­den. Nimm Dir jeden Tag die Zeit, um die Wun­der der Natur zu sehen.

Der Mut immer wie­der Neu­es im Leben auszuprobieren

Eng ver­bun­den mit dem Genie­ßen der klei­nen Din­ge und Momen­te ist auch der Mut, immer wie­der Neu­es im Leben aus­zu­pro­bie­ren und sich stets wei­ter zu ent­wickeln. Anders bedeu­tet nicht auto­ma­tisch schlech­ter, son­dern nicht sel­ten fas­zi­nie­ren­der. Das soll­ten wir auch und vor allem unse­ren Kin­dern ver­mit­teln. Dabei geht es nicht um Nai­vi­tät, son­dern um Offen­heit gegen­über dem Leben.

Wo soll ich noch die Zeit für mich neh­men bei all die­sen Herausforderungen?

Die Erzie­hung unse­rer Kin­der ist eine schö­ne und ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be, die mit vie­len Fra­ge­zei­chen ver­bun­den ist und mit vie­len Unsi­cher­hei­ten. Nicht weni­ge Eltern füh­len sich dabei schnell allein gelas­sen und über­for­dert. In Büche­rei­en gibt es unzäh­li­ge Bücher zum The­ma, man weiß aber nicht, wel­che man lesen soll, um schlau­er zu wer­den. Jeden Tag wer­den es mehr Rat­ge­ber und jeder preist sich an als der Stein der Wei­sen. Und Psy­cho­lo­gie stu­die­ren kann auch nicht jeder. Ob das über­haupt hel­fen wür­de, sei dahin­ge­stellt. Sicher­lich kann es hel­fen, Freun­de und Bekann­te zu fra­gen, ob sie einen wert­vol­len Tipp oder Rat­schlag haben. Wobei mir das Wort „Rat­schlag“ nicht gefällt. Vor allem in der Erzie­hung soll­ten wir nicht mit Schlä­gen arbeiten.

Es geht viel­mehr dar­um, das man selbst erkennt, was der rich­ti­ge Weg in der Erzie­hung für mein Kind ist. Es geht also nicht dar­um, etwas nur des­we­gen zu machen, weil man das eben so machen soll. Nein, das ist der fal­sche Weg. Wir müs­sen auch ver­ste­hen, wie und war­um wir unse­re Kin­der so erzie­hen und auch dahin­ter­ste­hen. Sonst wer­den wir frü­her oder spä­ter Pro­ble­me bekommen.

Die Kunst nicht durch­zu­dre­hen, ist es sich Zeit zu nehmen

Es komm immer wie­der vor, dass man wirk­lich nicht wei­ter­weiß und das Gefühl hat, dass einem die Pro­ble­me über den sprich­wört­li­chen Kopf wach­sen. Man fühlt sich wie in einer Sack­gas­se und weiß nicht mehr wei­ter. Und vor allem fragt man sich dann: Wo soll ich noch die Zeit her­neh­men, um mich mit die­sen neu­en Pro­ble­men – oder nen­nen wir es bes­ser „Her­aus­for­de­run­gen“ – zu beschäftigen?

In sol­chen Situa­tio­nen ist es manch­mal bes­ser, sich coa­chen zu las­sen und an einem ver­nünf­ti­gen Kurs teil­zu­neh­men, um eine Lösung zu fin­den, die manch­mal geni­al ein­fach ist … man sieht sie nur nicht. 🙂
Fra­ge mich danach, ich ken­ne die­se Lösung. 🙂

So kom­me ich immer wie­der auf die Zeit zu spre­chen, jenes fas­zi­nie­ren­de Myste­ri­um, von dem wir alle schein­bar viel zu wenig haben …

Denn das Leben ist oft­mals viel zu voll­ge­stopft mit Din­gen, die wir nicht son­der­lich mögen, denen wir aber Zeit opfern müs­sen. Daher ist es umso wich­ti­ger, immer wie­der Etwas zu erle­ben und zu unter­neh­men, was uns glück­lich macht, was uns Kraft gibt und unser Leben mit Sinn erfüllt. Doch erreichst du das? Hast du genug Zeit für dich?

Gewin­ne Dei­ne Zeit! Ich kann dir dabei helfen…Melde dich.

In die­sem Sin­ne wün­sche ich allen da drau­ßen einen schö­nen Tag mit viel Zeit und klei­nen Genüssen.

Und ver­gesst nicht:

Bleibt neu­gie­rig, rea­li­siert gute Ideen und füllt eure Tage mit Leben, nicht das Leben mit Tagen,

Eure Agnieszka, Zeit­coach und Mutter