Alle Sünden auf dem Weg zu Gewinnerin der Zeit.
Ja, ich bin nicht perfekt und sündige auch.
Fangen wir also an:
Die hohe Kunst der idealen Technik. Sie sucht nach der Technik.
Man versucht am Anfang die Lücken des eigenen „Zeitbudget“ mit einer Technik zu flicken. Weil man denkt, dass die Techniken und Regeln ein Mittel für alle Schmerzen der Welt sind.
Die erste Frage, die mir immer gestellt wird, die ich mir auch mal gestellt habe, ist „Welcher Regel soll ich folgen, damit….“ oder eine andere Frage „Welche Technik gibt es, damit….“
Was kann ich mit der Erfahrung, die ich in den Jahren auf der Suche nach mehr Zeit gemacht habe, anfangen?
Es geht nicht um Regeln und Techniken, man soll erst wissen, was man will, damit man Ziele formulieren kann und dass man auch assertiv (durchsetzungsfähig) sein kann, um mal „nein“ sagen zu können, und erst dann kann man sich mit Techniken und Regeln befassen.
Das Perfekte. Sie will in allen Bereichen perfekt sein.
Alles muss ideal, sogar perfekt sein. Die beste Frau, Mutter, Mitarbeiterin, Freundin, Kollegin, Bürgerin (für Männer bitte selbst anpassen).
Ich bin nicht perfekt, ich achte jetzt nicht z.B. auf Gendergerechtigkeit, da ich meine Zeit schätze und das, was ich nicht schaffe, überlasse ich auch gerne anderen, da ich mir mittlerweile sicher bin, dass die anderen es auch machen können.
Früher habe ich auch versucht, alles perfekt zu machen. Mittlerweile habe ich erkannt, dass es Bereiche gibt, in denen man sich es ruhig erlauben kann, nicht perfekt zu sein. UND DAS IST AUCH GUT UND RICHTIG SO!
Wenn man es nicht kann, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass man wieder zu wenig Zeit hat.
Das lernt man natürlich nicht von heute auf morgen, aber mit kleinen Schritten funktioniert es…..wirklich!
Ich bin unersetzbar. Sie denkt, niemand kann sie ersetzen.
Dieser Punkt ist sehr mit dem vorherigen Punkt verbunden.
Das betrifft vor allem die Frauen.
Es sind Jahre vergangen, die Frauen arbeiten so viel oder sogar manchmal mehr als die Männer und in der Gesellschaft müssen sie sich immer noch dadurch definieren, was sie alleine und am besten perfekt schaffen.
Natürlich kann man alles alleine schaffen, aber dann meckere nicht, dass du keine Zeit hast.
Suche nicht nach Techniken und Regeln, sondern nach Möglichkeiten, dich zu entlasten und nach Hilfe. Frage jemanden nach Hilfe und Unterstützung. Auch bei eigenen Kindern, wenn du sie hast.
Am wichtigsten ist, es ist egal, dass die Person länger braucht oder es nicht so wahnsinnig gut wie du macht, du hast es auch mal lernen müssen, oder?
Der einzige Bereich, in dem man dich nicht ersetzen kann ist die Eltern- und Kind- sein- Rolle.
Laaaaange Liste und keine Prioritäten. Sie kann sich nicht entscheiden.
Familie, Kinder, Ehemann, Arbeit, Hobby, Verein, Eltern, Schwiegereltern, Liebhaber, eigene Firma, Fitness, Freundinnen, Sex von Zeit zu Zei,t die Liste ist lang. Mit so einer Liste kommt man nicht weit, auch wenn man zu einem Coach kommt und um Techniken bittet, oder besser gesagt, man verlangt eine Technik oder sogar eine Sofortlösung. Was kann ich dazu sagen?
Mach bitte eine neue Liste, in der du die Aufgaben nach Prioritäten sortierst. Die Frage dabei lautet: „Sind alle Aufgaben gleich wichtig und welche Aufgaben müssen in den nächsten 24 Stunden erledigt werden?“
Und die Antwort darf nicht sein, dass ich alles machen muss. Hey, das geht doch schlicht und einfach NICHT! Der Tag hat nur 24 Stunden und an der Zeit selbst kannst ja nichts ändern, an deinen Plänen und deinem Leben aber schon Einiges.
Bla, bla, bla, und die Motivation. Sie meckert, statt etwas zu tun.
Wie oft bist du online und postest: „Ich habe keine Lust“; „Wenn ich so viel Lust hätte, wie sie mir oft fehlt, hätte ich so viel erreicht“; „Wer hilft mir, mich zu motivieren?“; „Was macht ihr, um euch zu motivieren?“
Ist es wirklich euer Ernst? Die Motivation sitzt doch nicht in einer Ecke wie ein vergessenes Kind und wartet nur darauf, abgeholt zu werden, oder hängt einfach im Schrank, damit sie jemand, wie einen Hut, anziehen kann.
Die Motivation kannst du selbst wecken, indem du anfängst, etwas zu tun.
Ohne Gleitgel ….. Sie ist zu nett.
Sie nimmt alles auf sich, hilft allen, macht alles, denkt an alles nur nicht an sich selbst und dann merk sie, dass sie für sich keine Zeit mehr hat.
Sei assertiv – du musst nicht zu jedem und jedes „ja“ sagen. Sei dir deinen Werten treu, glaube an dich. Kläre, in welche Richtung du gehen möchtest und denke daran und verbiege dich nicht jedes Mal.
Wohin gehst du? Wohin? Sie schämt sich, nichts zu tun
Sie rennt, sie macht, es ist ja doch normal. Es ist nicht normal zu sagen, dass man nichts gemacht hat.
Sogar das Wochenende muss am besten bis zur letzten Minute verplant sein, sonst hat man ja doch nichts gemacht.
Bist du auch so? Dann denke mal daran, wohin es dich führt, was du damit erreichst?
Kennst du die Antwort? Wunderbar, dann heißt es, dass du nicht die Leiter gewählt hast, die an der falschen Mauer steht.
Na, aber sei nicht zu schüchtern, sag mal, wie sündigst du mit deiner Zeit? 😉


