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Wie plant man individuell?

Zeitmanagment

Wie plant man individuell?

Wie plant man? Was ist das Pro­blem bei der Pla­nung? Ich den­ke, vie­le Frau­en oder Män­ner, die etwas pla­nen, hof­fen dass es eine beste, oder eine uni­ver­sa­le und wun­der­sa­me Pla­nungs­me­tho­de gibt. Sie sind sich sogar sicher, Ber­ge ver­set­zen zu kön­nen, sobald sie sie ken­nen­ler­nen wer­den. Es stellt sich mei­stens jedoch her­aus, dass man die Pla­nung doch indi­vi­du­ell gestal­ten muss und dass am besten eine Mischung aus meh­re­ren Metho­den für eine ver­nünf­ti­ge Pla­nung braucht.

Kie­ne Metho­de gefunden?

Bis jetzt haben sie jedoch kei­ne sol­che Metho­de gefun­den, obwohl sie das eine oder ande­re Pla­nungs­sy­stem aus­pro­biert haben.

Sche­ma­ta und Syste­me sind wich­tig, weil sie unser Leben struk­tu­rie­ren. Wie ich schon geschrie­ben habe, funk­tio­niert alles in Syste­men: die Gesell­schaf­ten, Län­der, Städ­te und wir mit­ten­drin. Lei­der ersticken oder ermü­den wir auf­grund von Mustern man­chen. Weil wir sie häu­fig nicht ändern kön­nen oder wollen.

Einer, der denkt, dass man nur ein Pla­nungs­sche­ma braucht, um alle Pro­ble­me vie­ler unter­schied­li­chen Per­so­nen zu lösen, ist blind oder kom­plett ver­rückt. Ich will nicht damit sagen, dass die tol­len Metho­den nichts wert sind, son­dern viel­mehr, dass sie immer ange­passt wer­den müs­sen. Auch ein­fa­che Metho­den kön­nen für man­che schwer sein.

Nicht jeder muss mit dem Lebens­kreis anfan­gen, um zu wis­sen, wel­che Berei­che man ver­bes­sern muss. Ich mache das auch nicht, ich weiß es ein­fach. Auch eine Liste mit 100 Sachen, die ich noch im mei­nem Leben machen möch­te, habe ich nicht gemacht, da ich kein Bedürf­nis habe, eine sol­che zu schrei­ben. Ich kau­fe kei­ne typi­schen Pla­ner und pla­ne für mich indi­vi­du­ell, da ich aus den besten Metho­den und Sche­ma­ta das Beste und das Gün­stig­ste für mich aus­ge­wählt habe: Das, was zu mir und mei­nem Leben am besten passt.

Es gibt im Inter­net tau­sen­de Ideen, wie man pla­nen kann. Am popu­lär­sten ist heut­zu­ta­ge Bul­let Jour­nal. Online fin­dest du alles Mög­li­che zu dem The­ma, du kannst ler­nen, wie man ein wun­der­schö­nes Oster­ei malt, wenn man Ostern plant, wie und womit du die besten Geschenk­bil­der an den Geburts­tags­ta­gen malen kannst und wie du Bro­kat­kle­ber auf­tra­gen kannst, sodass die Sei­ten nicht zusam­men­ge­klebt werden.

Es ist kei­ne Kri­tik. Nun bevor du mit Basteln anfängst und alles so planst und zeich­nest, fra­ge dich, ob es dir genau dar­um geht.

Den­ke erst nach, was du pla­nen möch­test. Es ist oft so, dass uns die Bul­lets sehr gefal­len und die ersten zwei Wochen schaf­fen wir noch zu basteln. Aber sei­en wir ganz ehr­lich, mit zwei Kin­dern, Arbeit und tau­sen­den Auf­ga­ben hat man mei­stens kei­ne Zeit, sol­che schö­nen Pla­ner zu füh­ren. Aber ob du dei­ne Zie­le erreichst, hängt nicht davon ab, ob du malst, zeich­nest, auf­schreibst, ob die Lini­en gera­de oder krumm sind. Das bringt dir viel­leicht mehr Likes auf FB oder Insta. Ob du dei­ne Zie­le rea­li­sierst, hängt davon ab, was du planst und ob das, was du planst, nicht zu viel und unrea­li­stisch ist.

Magst du anfangen?

Ok, dann geht’s los.

  1. Ich neh­me an, dass du bis dahin schon etwas geplant hast und du dei­ne Plä­ne irgend­wie und irgend­wo fest gehal­ten hast. Über­le­ge genau, was und wie hast du bis jetzt geplant. Wel­che Listen haben sich als nütz­lich erwiesen?
  2. Samm­le alle Listen, die du bis dahin gemacht hast. Sei es Ein­kaufs­li­sten, Pack­li­sten, Aufgabenlisten.
  3. Wie hast du bis jetzt geplant? Täg­lich, wöchent­lich, monatlich?

Soll­test du bis jetzt nichts wirk­lich geplant haben, dann über­le­ge dir, was du pla­nen und vor allem rea­li­sie­ren möch­test? Das Eine exi­stiert nicht ohne das Ande­re. Man braucht nicht zu pla­nen und die Zeit dafür zu ver­schwen­den, wenn man dann doch kei­ne Lust hat, die Plä­ne umzu­set­zen. Oder?

Wie ich geschrie­ben habe, am Anfang schaut man sich alle tol­len Mög­lich­kei­ten an, wie man alles pla­nen kann und ver­sin­ken oft in einer Pla­nung, die uns nicht wei­ter­bringt. Daher ist die wich­tig­ste Fra­ge, die ich immer wie­der wie­der­ho­len wer­de: „War­um ich das pla­nen muss oder möchte?

Man­che Men­schen pla­nen ein­fach alles und da fra­ge ich mich oft, ob sie ihre Plä­ne selbst durch­blicken können.

Man­che Sachen, die zu unse­rer Rou­ti­ne gehö­ren, brau­chen wir doch nicht zu pla­nen. Wir pla­nen doch auch nicht, dass wir essen und atmen sol­len und ver­ges­sen es trotz­dem nicht.

Wenn wir aber eine neue Rou­ti­ne ler­nen, dann ist es doch sinn­voll, sie in unse­ren All­tag zu inte­grie­ren und am Anfang auch zu planen.

Wenn du dir die­se paar Gedan­ken gemacht hast, dann weißt du, was und wie du pla­nen möch­test. Dann hast du eine Ahnung, was gemacht wer­den muss und was eigent­lich optio­nal ist.

Was du aber bei jeder Pla­nung nicht ver­ges­sen darfst, ist die Zeit für dich und dei­ne Erholung.

Wie ich plane?

Erst habe ich mir ein paar nütz­li­che Listen erstellt, wie z.B. wöchent­li­che Ein­kaufs­li­sten, Geschenk­ideen, Listen mit Buch­hal­tungs­auf­ga­ben, die regel­mä­ßig anfal­len oder Urlaubs­pack­li­sten. War­um? Weil im Prin­zip sowohl beim Ein­kau­fen als auch beim Packen sich bestimm­te Sachen regel­mä­ßig wie­der­ho­len, nur ab und an kommt etwas extra dazu. Oder?

Außer­dem den­ke ich erst nach, was ich in einem Monat rea­li­sie­ren möch­te, oder was wäh­rend des Monats ansteht und schrei­be mir es auf. Dabei tei­le ich die­se Sachen in pri­va­te, beruf­li­che oder geschäft­li­che Events ein. Da den­ke ich immer dar­an, dass ich kei­ne Auf­ga­ben, nur Ereig­nis­se aufschreibe!

So ent­steht ein gro­ber Plan für das Jahr und die Mona­te, wobei die Monats­er­eig­nis­se kon­ti­nu­ier­lich ergänzt wer­den. Das, was aber dort klar von Anfang an steht, sind die Geburts­ta­ge, Jah­res­ta­ge, bestimm­te, gro­ße Pro­jek­te, die in einer begrenz­ten Zeit rea­li­siert wer­den, wie z.B. Kur­se, Wei­ter­bil­dun­gen, Semi­na­re usw.

Danach pla­ne ich wöchent­lich und dort ste­hen tat­säch­li­che Auf­ga­ben z.B. Arzt­be­such, Eltern­abend, Blog­ar­ti­kel, Rei­fen­wech­sel usw.

Mei­ne täg­li­che Pla­nung beinhal­tet die­se Auf­ga­ben mit genau­en Zeit­an­ga­ben. Ich pla­ne aber nicht jeden Tag in der Woche. Wenn an einem Tag nichts Spe­zi­el­les ansteht, dann ver­pla­ne den Tag nicht unnö­tig mit den Sachen, die sowie­so selbst­ver­ständ­lich sind. Wann ich über­haupt nicht pla­ne? Am Wochen­en­de und im Urlaub. Da blei­be ich spon­tan und ach­te vor allem dar­auf, dass ich mög­lichst viel Zeit für Erho­lung habe.

Für mei­ne per­sön­li­che Pla­nung nut­ze ich sehr ger­ne ana­lo­ge Mög­lich­kei­ten, also schrei­be ich mir alles in mei­nem Pla­ner ein. Da ich aber weiß, dass vie­le sehr ger­ne digi­tal arbei­ten, emp­feh­le ich dafür die Trel­lo-App, ein kosten­lo­ses Pro­gramm für digi­ta­le Pla­nung, das mit ver­schie­de­nen Gerä­ten syn­chro­ni­siert wer­den kann.

Mei­ne Kin­der nut­zen das begei­stert und mit Erfolg.

Was pla­ne ich digital?

Für digi­ta­le Pla­nung eig­nen sich Pro­jek­te, an deren meh­re­re Per­so­nen betei­ligt sind. Dafür eig­net sich das Pro­gramm Ass­a­na, in dem man alle betei­lig­ten Per­so­nen über alle Schrit­te infor­mie­ren kann und in dem alle nach­voll­zie­hen kön­nen, wie die Umset­zung des Pro­jekts voranschreitet.

Alle wich­ti­gen Ter­mi­ne, bevor ich sie in kon­kre­te Auf­ga­ben unter­tei­le, um sie dann rich­tig und recht­zei­tig zu erle­di­gen, notie­re ich in mei­nem Han­dy­ka­len­der, den ich fast immer dabei habe.

Das ist aber ein ande­res The­ma, was ich in mei­nem näch­sten Kurs im Okto­ber bear­bei­ten wer­de. In dem Kurs wer­den wir die Zie­le in Auf­ga­ben auf­tei­len und sie dann rich­tig im Pla­ner ver­tei­len, um kei­ne Pro­ble­me oder Eng­päs­se mit der Umset­zung zu bekom­men. Wenn dich der Kurs inter­es­siert, kannst du dich hier auf die Inter­es­sen­ten­li­ste eintragen.