GewinneDeineZeit

Zeit­not, das Gefühl, zu wenig Zeit zu haben

Zeit haben

Zeit­not, das Gefühl, zu wenig Zeit zu haben

Ich den­ke, wir ken­nen das alle: Zeit­not, das Gefühl, zu wenig Zeit zu haben und von Ter­min zu Ter­min zu het­zen. Im Extrem­fall kann uns das krank machen – und wer will das schon? Daher ist es an der Zeit, Zeit für sich zu gewin­nen!! Bis dahin stimmt mir sicher jeder Mann – und vor allem jede Frau – zu, oder?

Umset­zung

Doch wie setzt man das am besten um? Wie kann man Zeit gewin­nen? Wie kann man etwas gewin­nen, über das man gefühlt so wenig Kon­trol­le hat? Zwar hat der gute alte Ein­stein schon fest­ge­stellt, dass die Zeit rela­tiv ist, aber das hilft uns hier und jetzt auch nicht wirk­lich wei­ter … oder doch?

Natür­lich kann nie­mand die Zeit deh­nen, um so mehr Sekun­den aus den Minu­ten oder mehr Minu­ten aus den Stun­den zu holen. Nein, hier kommt gleich die schlech­te Nach­richt: Ich habe nicht her­aus­ge­fun­den, wie man es schafft, dass eine Stun­de plötz­lich 100 Minu­ten hat! Aber ich kann euch Tipps und Anre­gun­gen geben, wie man von den 60 Minu­ten der Stun­de mehr für sich selbst abzwei­gen kann. Denn hier kommt die gute Nach­richt: Das geht wirklich!!!

Es lohnt sich

Natür­lich gelingt das nicht von jetzt auf sofort. Ein biss­chen muss man sich schon gedul­den und – so para­dox es klin­gen mag – zuerst ein biss­chen Zeit inve­stie­ren, um die­se dann zu gewin­nen. Doch es lohnt sich. Wenn man mehr vom Tag für sich hat, wird man zufrie­de­ner und auf jeden Fall aus­ge­gli­che­ner seine.

Hilf­rei­che Fragen 

Fan­gen wir mit ein paar Fra­gen, die dir hel­fen, jeden Tag glück­lich zu sein bzw. jeden Tag ein biss­chen glück­li­cher zu wer­den. Doch den­ke nicht zu lan­ge über die Ant­wor­ten nach. Hier ist Spon­ta­nei­tät gefragt. Nur so kannst du dich selbst über­li­sten, indem du dei­nem Ver­stand nicht erlaubst, die Din­ge zu „zer­den­ken“ und so zu fal­schen Schlüs­sen zu kom­men. Nimm dir für jede Ant­wort maxi­mal 15 Sekun­den Zeit. Es soll das sein, was dir zuerst in den Sinn kommt. Bist du bereit?

Dann geht es los …

  1. Was lässt dich die Zeit ver­ges­sen? Bei wel­chen Gele­gen­hei­ten, in wel­chen Situa­tio­nen hast du das Gefühl, dass die Zeit kei­ne Rol­le mehr spielt und du dich im Augen­blick im besten Sin­ne des Wor­tes verlierst? 
  2. Was macht dich glück­lich und zau­bert ein Lächeln auf dein Gesicht? Was erfreut unwill­kür­lich dein Herz und lässt dich die­sen Moment ein­fach nur genießen?
  3. Was wür­dest du machen, wenn du kei­ne Rech­nun­gen mehr bezah­len müss­test? Wenn finan­zi­el­le Sor­gen von gestern wären und es nie wie­der die Situa­ti­on gibt, dass am Ende des Gel­des noch so viel Monat übrig ist!
  4. Was wird für dich im Alter wirk­lich wich­tig sein? Was zählt wirk­lich in dei­nem Leben, wenn du das letz­te Drit­tel erreicht hast?
  5. Wohin läufst du die gan­ze Zeit? Läufst du per­ma­nent auf etwas zu … oder vor etwas weg? Oder bewegst du dich eher in Schlan­gen­li­ni­en und weißt gar nicht genau, wo dein Lebens­weg dich hin­führt? Glaub mir, damit bist du nicht allein!
  6. Bei wel­chen­Auf­ga­ben oder Hand­lun­gen scheint dir die Zeit zwi­schen dei­nen Fin­gern wie Sand zu zer­rin­nen? Was frisst dei­ne freie Zeit gera­de­zu auf? Was sind dei­ne per­sön­li­chen „Zeit­fres­ser“? Fällt dir auch schon ein, was du dage­gen tun kannst?

Wie oft?
Mache die Übung öfter 🙂 Die Ant­wor­ten wer­den nicht immer die glei­chen sein. Denn wir füh­len und den­ken nicht jeden Tag gleich. Die­se Übung soll dir auch hel­fen, über dei­ne gegen­wär­ti­ge Situa­ti­on zu reflek­tie­ren und dir Gedan­ken zu machen, wo du her­kommst, wo du stehst und vor allen, wo du hinwillst.
Du wirst fest­stel­len, dass es dir mit die­ser Übung auch leich­ter fällt, die Per­spek­ti­ve auf dich selbst zu wech­seln. Das ist wich­tig, um sich selbst bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Denn auch Klei­nig­kei­ten schei­nen manch­mal groß zu sein. Es ist – wie bei so vie­lem im Leben – nur eine Fra­ge der rich­ti­gen Per­spek­ti­ve. Ler­ne, ab und zu dei­ne Per­spek­ti­ve zu wech­seln. War­te nicht, mach es! Du wirst es dir selbst danken.
Am Ende die­ses Weges steht dann die mehr gewon­ne­ne Zeit. Wie du die­sen Zeit­ge­winn dann für dich nut­zen willst, liegt natür­lich ganz bei dir.

Ich wer­de dir nicht erklä­ren, wie du dei­ne neu gewon­ne­ne (Frei)Zeit ver­brin­gen sollst. Denn das muss wirk­lich jeder für sich selbst her­aus­fin­den. Nur du kannst wis­sen, was du mit der Zeit am besten anfan­gen sollst, die dir gege­ben ist bzw. die du für dich gewon­nen hast.

Wie nicht
Das mit Sicher­heit däm­lich­ste, was man mit sei­ner Zeit anfan­gen kann, ist sie mit sinn­lo­sen, lang­wei­li­gen Hand­lun­gen tot zu schla­gen, denn eines steht fest: Irgend­wann rächt sie sich und schlägt uner­bitt­lich zurück. Und auch wenn es sich als Teen­ager so anfühlt, dass man für immer jung ist, wis­sen wir es bes­ser. Da Zeit für uns eine knap­pe Res­sour­ce ist, soll­ten wir mit ihr beson­ders sorg­sam umgehen.

Geduld hilft
Wenn du die Übung mit den sechs Fra­gen immer wie­der mal machst, fällt es dir mit der Zeit leich­ter zu ver­ste­hen, wo du Zeit ver­lierst. Und nur, wenn du das weißt, kannst du auch ver­ste­hen, wo und wie du die Zeit bes­ser gewin­nen kannst.

Dabei ist eine Sache ganz beson­ders wich­tig, die vie­len– ich habe manch­mal den Ein­druck: immer mehr – Men­schen sehr schwer fällt: Geduld!!! Denn nur, wer gedul­dig mit ande­ren und ins­be­son­de­re mit sich ist, kann wei­ter­kom­men. Nur so kann man ver­ste­hen, war­um man so unter Zeit­not lei­det und wie man das stop­pen kann. Gedul­dig mit sich sein, heißt auch, acht­sam mit sich und ande­ren umzu­ge­hen. Ich will hier nicht zu vie­le The­men auf ein­mal anschnei­den. Jedoch das The­ma Acht­sam­keit bit­tet sich immer wie­der an und drückt sich vor allem dar­in aus, dass man sich Zeit für sich selbst nimmt. Man räumt eige­nen Bedürf­nis­sen und Sehn­süch­ten ihren Platz in unse­rem Leben ein, um glück­lich zu wer­den. Daher wer­de ich in den kom­men­den Blogs immer wie­der die The­men Zeit, Acht­sam­keit und natür­lich auch Resi­li­enz in Bezug zuein­an­der stel­len und zei­gen, wie sie zusammenhängen.

Eine Sache möch­te ich noch erwähnen:

Die­ser Blog und alle mei­ne fol­gen­den rich­ten sich prin­zi­pi­ell an alle Men­schen, die unter Zeit­not lei­den und zu wenig Zeit haben– und das sind fast alle. Doch eine Grup­pe unse­rer Gesell­schaft lei­det häu­fig beson­ders dar­un­ter. Es sind die Frau­en – und bei die­sen ganz beson­ders die Müt­ter. Wir Frau­en tra­gen nach wie vor die Haupt­last in den Fami­li­en. Sei es die Kin­der­er­zie­hung bzw. Betreu­ung, der Haus­halt oder die Urlaubs­pla­nung. Meist sind wir Müt­ter der Mit­tel­punkt der Fami­lie. Dabei will ich die Rol­le der Männer/​Väter nicht klein­re­den, ganz im Gegen­teil. Ich wür­de mir wün­schen, dass (noch) mehr Väter für ihre Fami­li­en da sind und der Frau und den Kin­dern im All­tag zur Sei­te ste­hen. Wo das noch nicht der Fall ist, dro­hen ins­be­son­de­re die Müt­ter, frü­her oder spä­ter in der Burn­out-Fal­le zu lan­den – vor allem, wenn sie auch noch berufs­tä­tig sind.

Mut­ter, Ehe­frau und berufstätig
Da ich selbst Mut­ter, Ehe­frau und auch berufs­tä­tig bin, weiß ich zu genau, wel­chen all­täg­li­chen Bela­stun­gen wir Frau­en aus­ge­setzt sind. Aber ich habe es geschafft, immer wie­der Zeit für mich zu gewin­nen und ver­su­che nicht unter Zeit­not zu lei­den. Wie ich das geschafft habe, möch­te ich dir in mei­nen Blogs, Pod­casts link, Web­i­na­ren und viel­leicht auch beim einen oder ande­ren Live-Auf­tritt beschreiben.
Daher wür­de ich mich sehr freu­en, wenn ihr hier bald mal wie­der vor­bei schaut, wenn es erneut heißt:
Gewin­ne Dei­ne Zeit!

Ich wün­sche euch schö­ne Tage, ohne Zeit­not und mit vie­len schö­nen Momenten,
Eure Agnieszka