Was hat die Konzentration mit der Zeit zu tun?
Um eine Aufgabe zu bewältigen, sind wir auf Konzentration angewiesen. Diese wird durch zusätzliche Belastung gefährdet. Vor allem bei den Personen, die Familie und Arbeit vereinbaren müssen/möchten.
Wenn wir uns wirklich konzentrieren wollen, sollten wir in unserer Umgebung für Ruhe sorgen, was zuhause meist unmöglich ist. Dabei weiß jeder, dass, um effizient zu arbeiten, die Konzentration hoch sein muss. Wen man sich komplett auf eine Aufgabe konzentrieren kann, erledigt sie sich in der Regel schneller, fehlerfreier und effizienter.…,und man hat Zeit gewonnen!!!
Wie schafft man das, wenn man Familienleben und Arbeit vereinbaren möchte?
Planung und Regeln sind dann unerlässlich.
Klingt bedrohlich?
Dann hör auf weiter zu lesen.
Natürlich sind das kleine Veränderungen im Alltag, sie sind jedoch wichtig.
Ich plane, was zu tun ist und da meine Kinder nicht so klein sind, beziehe ich sie in die Planung ein. Sie planen dann eigene Aufgaben, aber auch Pausen in den Tag ein.
Damit es funktioniert, brauchen die Kinder Strukturen.
Die Kinder brauchen die Sicherheit und die bekommen sie, wenn sie wissen, was kommt, wenn der Tag vorhersehbar ist und man weiß, dass man auch freie Zeit hat. Als meine Kinder klein waren, war das etwas schwieriger, aber auch machbar. Erst habe ich stets dafür gesorgt, dass ihre Grundbedürfnisse immer gestillt (als sie ganz klein waren sogar wortwörtlich ) waren. Vor allem Durst.
Irgendwann habe ich entdeckt, dass die Kinder viel ausgeglichener sind, wenn sie auch genügend getrunken haben.
Und da wir als Menschen oft Hunger vom Durst nicht unterscheiden können (auch im erwachsenen Alter) und der Durst eigentlich schon ein Warnsignal des Körpers ist (also im Prinzip uns sagt, dass etwas nicht in Ordnung ist), habe ich den Kindern immer wieder Wasser zum Trinken angeboten. Probiere es mal aus, wenn es nicht hilft (was ich nicht glaube), schadet es sicher auch nicht. Außerdem stelle ich das Telefon ab, oder leise, beachte, dass ich mich immer nur mit einer einzigen Angelegenheit befasse. Als die Kinder klein waren, habe ich die Schlafzeiten genutzt und zwar nicht nur um alles zu erledigen, sondern auch, um mich zu erholen. Eine müde Mutter ist eine frustrierte Mutter.
Auch die aktive Meditation war mir eine Hilfe.
Kennst du das nicht? Dann musst du es unbedingt kennenlernen. Eine ganz klassische aktive Meditation stammt aus der buddhistischen Kultur. Die Mönche meditierten bei der Vorbereitung ihrer traditionellen Reissuppe. Ich habe es erst intuitiv angewandt und dann erst irgendwann darüber nachgelesen. Das solltest du vielleicht auch mal ausprobieren, wenn du selbst kochst, es schadet sicher nicht, kann aber helfen. Versuche beim Kochen an nichts Konkretes denken, lasse deine Gedanken kommen und gehen, z.B. beim Gemüse putzen oder schneiden. Ein höheres Level für “Vieldenker” , Du denkst nur daran, was du gerade machst. Ich schäle eine Kartoffel, fühle wie sie sich anfühlt (ich weiß, dass es seltsam klingt , aber es hilft). Es ist eine Möglichkeit, im Alltag auch bei manchen Aufgaben Ruhe und Entspannung zu finden. Versuche auch in anderen Bereichen nichts „nebenher“ zu machen. Die Sache, die du gerade machst, ist deine Priorität (abgesehen von den Grundbedürfnissen kleiner Kinder). Abgesehen davon, den Kindern vorzutäuschen, dass man mit ihnen spielt, indem man telefoniert, ist auch für niemanden befriedigend. Erst kurz volle Aufmerksamkeit auf die Kinder lenken und mit ihren spielen, gib ihnen die nötige Aufmerksamkeit und Sicherheit, dass man sich interessiert. So lernen sie auch, dass, auch wenn wir was anderes tun, bekommen sie, was sie brauchen und lassen uns die Zeit für die Arbeit, aber auch für die Entspannung. Sie lernen selbst, sich auf einer Aufgabe zu fokussieren und konzentriert etwas zu machen, wenn sie von ihren Bedürfnissen nicht abgelenkt werden, die sie zwingen uns zu stören. Fortsetzung folgt…


