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Per­fekt, was ist eigent­lich perfekt?

Was ist per­fekt? Oder bes­ser gefragt, wann sind wir perfekt.

Die ganz klei­nen Kin­der wer­den für alles gelobt: „Oh, du hast dei­ne Händ­chen gewa­schen“, „….Soooo schön geges­sen“, „….so toll auf­ge­räumt“. Was pas­siert dann? Dann ist man meist nicht gut genug:

„Streng dich mehr an“, „Du lernst zu wenig“, „Du kannst sicher mehr“.

Als ich ein Kind war, war mein ima­gi­nier­ter Kaf­fee der beste Kaf­fee der Welt und ich und mei­ne Pup­pen die schön­sten Models. Dann fing es an, kri­tisch zu wer­den, ich war ein intel­li­gen­tes Kind, aber in der Schu­le nur durch­schnitt­lich. Die Stun­den waren für mich lang­wei­lig, ich konn­te nichts aus­wen­dig ler­nen, bevor ich es rich­tig ver­stan­den habe, sonst ergab es für mich wenig Sinn und war zwecklos.

Irgend­wann habe ich ange­fan­gen zu glau­ben, dass ich tat­säch­lich nicht viel tau­ge. Ich war näm­lich nicht per­fekt, mei­stens nicht mal gut.

In der Puber­tät war es echt schlimm, danach etwas bes­ser. Ich war stark und habe mich immer wie­der auf­ge­rich­tet und selbst motiviert.

Bin ich jetzt per­fekt? Nein, auch nicht. Ist das über­haupt jemand?