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Moti­vie­re mich!!! Moti­va­ti­on, Dis­zi­plin und ande­re Dämonen.

Moti­vie­re mich. 

Gebe zu, bei dem Wort Dis­zi­plin hast du ein schlech­tes Gefühl und denkst, was zum Teu­fel will sie denn?

Nach Moti­va­ti­on zu suchen ist IN, COOL, und moti­viert sein abso­lut in Mode.

Wenn jemand irgend­ein Pro­blem hat, sagt man oft, dass sich die Per­son moti­vie­ren soll. Aber ganz ehr­lich, moti­viert zu sein, ist doch super, oder? Man bekommt Flü­gel und hat das Gefühl, die gan­ze Welt erobern zu kön­nen. Lei­der ent­weicht die Ener­gie Stück für Stück und du denkst dar­an, was man machen kann, um sie zu behal­ten. Manch­mal kommt man damit in einen Teu­fels­kreis – man sucht stän­dig nach Inspi­ra­ti­on und Moti­va­ti­on, statt etwas zu tun.

Es gibt noch wei­te­re Pro­ble­me…. Es gibt Auf­ga­ben, zu denen man nieeee eine Moti­va­ti­on fin­det z.B. das Klo zu put­zen, eine Steu­er­erklä­rung zu machen, oder am sehr kal­ten Abend aus dem Haus in ein Fit­ness­stu­dio zu gehen, aber es sind Sachen, die auch erle­digt wer­den sollen….oder anders rum, ich will, dass sie erle­digt werden.

Manch­mal hilft es, die Auf­ga­ben zu dele­gie­ren. Ich kann eine Putz­frau haben, aber in der Woh­nung ist die gan­ze Woche was zu tun und nicht nur ein­mal pro Woche und wenn ich jemand ande­ren ins Fit­ness­stu­dio schicke, wer­de ich die Zeit anders ver­brin­gen kön­nen, fit­ter wer­de ich dadurch eher nicht….oder doch ;-).

Wie kann ich mich Motivieren?

Was machen die mei­sten in so einer Situa­ti­on? Sie ver­su­chen, sich zu moti­vie­ren. Woher weiß ich es?

Ich höre die Fra­ge oft genug: „Wie kann ich mich moti­vie­ren?“, nur ganz weni­ge fra­gen: „Wie kann ich Selbst­dis­zi­plin lernen?“

Manch­mal moti­vierst du dich, ins Fit­ness zu gehen, manch­mal machst eine unan­ge­neh­me Auf­ga­be zu Ende, manch­mal isst du nicht die gan­ze Scho­ko­la­de auf ein­mal auf.

Wenn du dich nur kurz­fri­stig moti­vierst, gibst du dir kei­ne Mög­lich­keit, etwas zur Ange­wohn­heit zu machen, die dir erleich­tert, die Sachen immer auf eine bestimm­te Wei­se anzu­ge­hen und erfolg­reich die Auf­ga­ben zu erle­di­gen und das, ohne nach­zu­den­ken, ob du Lust hast oder nicht – ein­fach tun und fertig.

Gewohn­hei­ten

Wir haben Gewohn­hei­ten, über die wir nie nach­den­ken, wie z.B. in der Toi­let­te die Spü­lung zu betä­ti­gen. Da den­ken wir nicht nach, ob wir dar­auf Lust haben oder nicht. Auch am Abend denkst du nie dar­über nach, ob dir noch die Kraft und Moti­va­ti­on reicht, das zu tun.

Stell dir vor, auch den Com­pu­ter zu star­ten und mit der Arbeit zu begin­nen, statt im Inter­net zu ver­sin­ken, kann zu sol­cher Gewohn­heit wer­den. Das heißt, du wirst dich nicht moti­vie­ren müs­sen, son­dern dei­ne Selbst­dis­zi­plin treibt dich dazu.

Ver­ste­he mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Moti­va­ti­on, die hat man aber meist lang­fri­stig dann, wenn man etwas tut und die Ergeb­nis­se sieht, um etwas zu tun und zur Gewohn­heit zu machen, braucht man erst Selbst­dis­zi­plin. Es stimmt auch nicht, dass das nur für lang­wei­li­ge Men­schen zutrifft und eine krea­ti­ve See­le bzw. deren Spon­ta­ni­tät unter­drückt wird.

Die Geschich­te zeigt, dass auch die Krea­ti­ven die­ser Welt, Musi­ker, Künst­ler, Schrift­stel­ler und Wis­sen­schaft­ler mit Selbst­dis­zi­plin und Rou­ti­ne Genia­les erschaf­fen haben. Beet­ho­ven, Mozart, Ein­stein und ande­re haben nicht nur dann gear­bei­tet, wenn sie in Kunst­wahn ver­fal­len sind, son­dern haben hart gear­bei­tet wie alle ande­ren. Sie sind mor­gen auf­ge­stan­den und haben gear­bei­tet. Mehr Infor­ma­tio­nen in dem Buch von Mason Currey Dai­ly Ritu­als: How Artists Work. (hier Wer­bung unbezahlt :-). )

Selbst­dis­zi­plin

Jetzt kom­men wir zum Kern, jetzt denkst du „Na Schei­ße, ich bin ver­lo­ren, ich habe doch kei­ne Dis­zi­plin“. Dar­auf sag ich euch: Nie­mand ist selbst­dis­zi­pli­niert zur Welt gekommen.

Es ist nicht ein­fach anzu­fan­gen, bei jedem wei­te­ren Mal ist es aber immer ein­fa­cher und wenn uns die Moti­va­ti­on ver­lässt, hilft uns die Gewohn­heit und die Disziplin.

Ver­such aber nicht, dich sofort in allen Berei­chen zu dis­zi­pli­nie­ren. Wäh­le ein Gebiet, was dir sehr wich­tig ist. Besten­falls soll es mit dei­ner Gesund­heit und dei­nem guten Selbst­ge­fühl in Zusam­men­hang ste­hen. War­um? Weil Ände­run­gen in die­sen Berei­chen Ände­run­gen in ande­ren Berei­chen nach sich ziehen.

Denkst du immer noch, dass Selbst­dis­zi­plin lang­wei­lig ist? Alles klar.

Für mich gibt es jedoch nichts Inter­es­san­te­res und Fas­zi­nie­ren­de­res, als das eige­ne Leben krea­tiv zu gestal­ten. Dabei hilft mir natür­lich die Selbstdisziplin.