Männer, Frauen und die Zeit. Was steckt dahinter?
Ich glaube….nein ich bin davon überzeugt, dass Frauen die Zeit anders nutzen als Männer und vor allem, dass sie anders planen. Was mich aber am meisten stört, ist die Tatsache, dass alle Coaching Programme und Kurse meist von Männern für Männer gemacht sind.
Da ist klar definiert, was man „darf“, „soll“ und „muss“. Es gibt keinen Platz für Emotionen und Gefühle, für ein Treffen mit den Freundinnen und einen Kaffeetratsch. Die Männer wissen aber nicht, dass Frauen, wenn sie mit anderen Frauen reden, sich gegenseitig Coachen, dass die Gespräche oft fast Mastermind Status haben können. Das ist nicht nur eine geheime Waffe in einem Business, sondern ein Element des weiblichen Lebens.
Beim Planen erstellen Frauen To-Do-Listen, die nach den männlichen Prinzipien fast perfekt sind.
Die Frau
Nun, es kommt anders…. z.B. durch die Krankheit eines Kindes werden die Prioritäten weggefegt und neue fallen mit ganzer Wucht ins Haus. Die Frau rennt bis zur Erschöpfung, um alles zu erledigen und da kommt der Anruf von einer Freundin ins Spiel und mit ihrem Feedback bringt sie plötzlich mehr oder weniger Ordnung ins Haus. Sie fragt dich nach den Prioritäten und du merkst, wenn du weiter so machst, wirst du weder deiner Arbeit, noch deiner Familie und schon gar nicht dir selbst gerecht.
Frauen-Mastermind
Daran sollte man immer denken, viele große Persönlichkeiten haben Mastermind genutzt. Das Erfolgs-Prinzip beruht auf der geballten Intelligenz, die von einer Ansammlung an Erfahrung, Wissen, Ideen und Kontakten in der Gruppe profitiert. Gemeinsam werden Ideen und Lösungen gefunden, auf die man alleine nicht gekommen wäre.
Die Frauen Masterminds sind aber speziell. Sie beruhen auch auf Emotionen, die aufgefangen werden, in den Momenten, an denen man durch den alltäglichen Wahnsinn den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Es ist trotzdem nicht immer einfach, aber es motiviert mich viel mehr, als immer nur alleine zuhause zu sitzen, wo es niemanden interessiert, ob ich mit der Situation klar und in der Situation vorankomme oder nicht.
Ich könnte wetten, Eisenhower hätte solche Gespräche in das Quadrat D eingestuft „ nicht dringend und nicht wichtig“.
Ich mag aber wissen, dass die Planungsprozesse nicht nur gut durchdacht sind, sondern auch, dass sie zu meinen Werten und meinem emotionalen Zustand passen, sonst kann ich nicht so effektiv und wenn nötig so kreativ handeln.
Ah, vergessen: Ich sollte noch ein paar Sätze zu Männern schreiben. Wie sehen es die Männer… hmmm? Da sollte man vielleicht einen Mann fragen, das mache ich später. Erst schreibe ich, was ich denke. Wenn ich bei der Arbeit bin, muss ich über viele andere Sachen nachdenken wie die Einkäufe, Kochen, Putzen usw. und am besten darüber, dass alles erledigt sein sollte, bevor mein Mann und die Kinder nach Hause kommen. Was macht ein Mann bei der Arbeit? Er arbeitet und denkt nur daran und nicht noch zusätzlich an den ganzen Familienkram.
Vielleicht sollte man doch etwas delegieren oder einfach nicht machen? Vielleicht gibt es Sachen, die nicht so wichtig und dringend sind? 😉


