Achtsamkeit bei den Kindern aufbauen und entwickeln
Es gibt immer mehr Kurse für Erwachsene, im Prinzip sollte man aber die Achtsamkeit schon bei den Kindern aufbauen und entwickeln.
Die Erwachsenen haben damit Probleme, auf sich zu achten, genügend zu schlafen, zu entschleunigen, zuzuhören und regelmäßig zu essen. Mehr dazu hier
Dazu kommt noch Stress und Druck – und bald lebt man in einem Hamsterrad ohne eigene Ideale und ist meist unglücklich mit diesem Zustand. Daraus kann man die Schlüsse ziehen, dass Achtsamkeit bei Kindern gar nicht möglich ist, wenn Erwachsene. d.h. bewusste, „reife“, und denkende Personen dies nicht schaffen.
Was für eine Überraschung…es ist genau umgekehrt. Die Kinder können das! Wir haben das auch gekonnt! Es ist etwas Natürliches für einen Menschen, dass er seinen Körper wahrnimmt und beobachtet – und die Kinder haben es noch nicht verlernt. Sie beobachten ihren eigenen Körper und signalisieren uns, was ihnen nicht gefällt sei es die nasse Windel, der leere Magen oder zu wenig Wasser im Körper. Übrigens, haben Sie gewusst, dass die Kinder häufig quengelig und unruhig sind, wenn sie zu wenig getrunken haben? Probieren Sie es aus und geben sie dem Kind einen Tag lang regelmäßig was zum Trinken, auch wenn es sich nicht von alleine meldet.
Also, die Kinder sind sehr aufmerksam. Das war eine Tugend, die den Menschen immer gut gedient und das Überleben gesichert hat. Was passierte mit unserer Achtsamkeit? Wie verlernen die Kinder diese wichtige Eigenschaft?
Die Antworten sind ganz einfach. Im Verlauf der Jahre haben wir gelernt, die Natur und somit auch uns selbst zu verachten und die Kinder ahmen uns bzw. ihre eigene Umgebung nach.
Wie sollte man handeln, um die Aufmerksamkeit bzw. die Achtsamkeit nicht zu verlieren und weiter zu entwickeln?
Man kann sagen, dass es drei sehr wichtige Faktoren in der Erziehung gibt, die man nicht vergessen darf.
Den ersten Faktor habe ich schon oben erwähnt, er ist ein gutes Beispiel, so einfach aber so entscheidend. Das Kind muss nicht verstehen, was wir sagen und warum wir etwas tun, es übernimmt das als eine Norm. Das merken wir auch im Alter, wenn wir unser Verhalten reflektieren und in uns die Eigenschaften oder Verhaltensmuster von unseren Eltern entdecken. Die Reflexion des eigenen Verhaltens ist nicht einfach und dies machen auch nicht viele, sie ist aber sehr hilfreich in dem Erziehungsprozess, dem wir unsere Kinder unterziehen. Dazu aber mehr in einem anderem Artikel.
Der zweite Faktor ist die Zeit. Lass dem Kind die nötige Zeit, um z.B. selbst etwas zu merken, zu bewundern, zu bringen, zu betasten, zu schmecken, zu heben und fallen zu lassen.
Lass das Kind manche Aufgaben allein und in seinem eigenem Tempo ausführen. Wenn das Kind von einem Stein auf der Straße fasziniert ist, lasse es ihn aufheben und bewundern, spreche mit dem Kind darüber, wie sich der Stein in der Hand anfühlt, wie er aussieht. Nehme dir ab und an bewusst Zeit für solche Dinge. Das, was für dich selbstverständlich und langweilig ist, ist für dein Kind neu und faszinierend. Durch diese Faszination gibst du deinem Kind die Möglichkeit sich zu entwickeln.
Der dritte Faktor ist, Aufgaben zu geben. Welche? Einfache Aufgaben, die dem Ziel dienen, das Kind zu aktivieren. Die Aufgaben sollten einfach sein und die Wörter bekannt. Die Aufgaben sollten das Kind anregen zu planen, nach innovativen Lösungen und Wegen zu suchen.
Diese Aufgaben sind auch für dich. Ja genau, das sind auch deine Aufgaben!!! Uhhhhh….
Ja, deine Aufgabe ist erst, sich die Zeit zu nehmen und dann dem Kind nicht zu helfen und es allein die Aufgabe bewältigen zu lassen.
Vor allem stecke deine Ausreden in die Tasche!!!
Ich habe keine Zeit….dann lerne, besser zu planen und fange die Vorbereitung vor dem Kindergartenbesuch schneller an!
Ich will meinem Kind helfen….wozu denn? Vor allem in den Situationen, wo es alleine etwas schaffen kann und soll!
Es ist zu gefährlich…..dann passe die Aufgaben dem Alter an!
Dein Kind wird nie schneller, sicherer und einfacher, wenn du dies nicht erlaubst und es nicht lernen darf!!!
So lernt dein Kind, dass alle Ziele, die man erreichen kann, ein eigenes, aktives Handeln voraussetzen.
Über weitere Aufgaben, die man in den Prozess einbinden kann, schreibe ich ein anderes Mal.
Solltest du Fragen haben, oder brauchst du ein kurzes Beratungsgespräch, melde dich für einen Termin an.
Lande Seite!!!


